Alice Cooper und Deep Purple in Berlin 2006

Posted on Dienstag 7 Februar 2006

Ja, Alice Cooper lebt noch. Und wie!
Was musste der Rüdnitzer sich alles anhören, als er von seinem Weihnachtsgeschenk, einer Einladung zu Deep Purple und Alice Cooper in die Max-Schmeling-Halle Berlin, erzählte. Alice Cooper? Lebt denn der alte Holzmichel noch? Das war der häufigste Satz.

Tickets Deep Purple

Ja er lebt noch! Er lebt noch! Er lebt noch! Und es ist ihm eine Ehre, mit seiner Band als Vorgruppe von Deep Purple daherzukommen. Schon nach „No more, Mr. Nice Guy� kochte die Halle und als dann die schwarze Witwe („The black widow“ für die Engländer unter Euch) die Bühne enterte, gab es kein Halten mehr. Die Zeiten, da Alice Cooper auf der Bühne lebende Kaninchen aus dem Hut zauberte und dann schlachtete, sind vorbei. Heute legt er sich selbst unter die Guillotine. Vor lauter Ekel hat der Rüdnitzer das Foto verwackelt:

Alice Cooper unter der Guillotine
Gleich rollt der Kopf von Alice Cooper aus der Guillotine

Das Publikum hatte seinen Spaß. Als dann „School´s out“ zur Aufführung gelangte, kulminierte die Stimmung. Für die meisten im Saal war natürlich nicht nur School out for Summer, sondern längst School out for ever.

In der Pause mal nach alten Kollegen umgeschaut, die sonst kein Deep-Purple-Konzert auslassen. Torsten Paufler war da, Uli Voss war nicht da, Wolfram Tied hab ich nicht gesehen.

Rapture of the Deep
Freunde rollender Bässe und der Bühnengewänder Ian Gillans, jetzt zum Hauptakt. Deep Purple sind auf Tour und stellen ihr neues Album „Rapture of the Deep“ vor. Und das geht ab wie Fußpilz, schnell, ansteckend, lautstark. Wir Fans werden ja immer älter, und da wird dann schon mal am Regler gedreht. Rapture heißt Begeisterung, Verzückung, Freudentaumel. Und so war es dann auch.

Fast eine Stunde dauerte es, den Teppich für Ian auf die Bühne zu legen. Dann kam er, wie immer barfuss und in neuem Pyjama, diesmal aber mit schwarzer Hose. Nicht wie vor Jahren in der Wuhlheide komplett im weißen Negligé. Und er hatte einen ganz großen Abend!

Mit Ian Gillan (Vocals), Roger Glover (Bass), Ian Paice (Drums), Steve Morse (Guitar) und Don Airey (Keyboard) ist das Line-Up inzwischen genau so gut wie Mark II. Airey nahm „Space Truckin“ so schön auseinander wie einst der Lord. Morse lässt Blackmores Gitarre schon lange vergessen. Und Paice hatte sein großes Solo in „Hush“, das Gillan mit den Worten ankündigte, dass dieser Titel bereits vor der Erfindung des Papiers geschrieben sei. „Hush“ ist heute so sehr Deep Purple wie kaum ein anderer Titel. Wer erinnert sich noch daran, dass es eigentlich eine Cover-Version ist? Wer von Euch weiß noch von wem? Der darf hier mal einen Kommentar hinterlassen…

Smoke on the water
Rauch über’m Wasser (6.2.2006)



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