Michel Houellebecq in Rahnsdorf, bei CargoLifter und auf Stralau
Heute um 19:30 ist es so weit. Oskar Roehlers „Elementarteilchen“ nach dem Erfolgsroman von Michel Houellebecq hat seinen Wettbewerbsauftritt auf der Berlinale.
Die Kritiker wollen ihn als reinen Ornithologenfilm abstempeln, aber für das Publikum gilt er schon jetzt als der Favorit auf den Goldenen Bären. Und das liegt nicht nur an dem Staraufgebot mit Moritz Bleibtreu, Christian Ulmen, Martina Gedeck, Franka Potente, Nina Hoss, Uwe Ochsenknecht, Corinna Harfouch und Jasmin Tabatabai. Nein, auch der philosophische Tiefgang des Stoffes hat seinen Anteil daran, dass die Buchmacher schon kaum noch Wetten annehmen.
Allerdings bin ich immer noch darauf gespannt, wie man die Handlung aus einem Nudistencamp am Atlantik nach Berlin verlagern kann. Der FKK-Abschnitt im Strandbad Müggelsee in Berlin-Rahnsdorf scheint mir untauglich. Da hat zwar auch Käthe damals ihr Glück gefunden, aber wer noch? Wenn dann nächstes Jahr „Plattform“ verfilmt wird, könnte man natürlich den thailändischen Spielort gut ins CargoLifter-Ressort Tropical Island verlegen. „Die Möglichkeit einer Insel“ spielt man am besten auf Berlin-Stralau.
Und ihr Kritiker solltet euch wirklich fragen lassen:
„Wer von euch verdient das ewige Leben?“
Houellebecq, Die Möglichkeit einer Insel, DuMont, ISBN 3-8321-7928-3
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