Tag 7 in Turin 2006
Rüdnitzers Lexikon (2)
Kann sein, dass es heute auf der Großschanze nicht so läuft, wie gedacht. Alles in allem sind wir aber trotz kleiner Rückschläge in den letzten Jahren im deutschen Schneeschuhspringen ganz gut vorangekommen, wie folgender kleiner Ausriß aus des Rüdnitzers Lexikon zeigt:
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Bei Wettläufen unterscheidet man drei Arten. Beim Langlauf, einem Rennen von höchstens 20 km auf abgegrenztem Gelände, bei dem Abfahrts- und Ankunftsstelle in der Regel dieselben sind, wird der Hauptwert auf gute Haltung, sicheres Laufen, Bergauf- und Bergabfahren gelegt. Der Langlauf bildet die Vorschule zum Fernlauf, der sich über 20-90 km erstreckt und nach der Fahrzeit bewertet wird. Beim Sprunglauf wird die Körperhaltung während des Sprunges, die Weite des Sprunges u. s. w. als maßgebend beurteilt.Die Fertigkeit im Springen auf Schneeschuhen hat neben der sportlichen Bedeutung auch hohen praktischen Wert, da der Schneeschuhläufer dadurch befähigt wird, plötzlich auftretende Hindernisse zu nehmen, und nicht nötig hat große Umwege zu machen. Während der Weltrekord im Springen bis vor einiger Zeit 28 m betrug, ist es in den letzten Jahren öfter gelungen, Sprünge von 36 m und mehr (bis zu 41 m) auszuführen. Der Sprung ist ein Tiefweitsprung und daher nur auf abfallendem Gelände möglich. Falls ein natürlicher Absatz fehlt, wird ein 1-1½ m hohe und 4-5 m lange Sprungschanze, die nach unten senkrecht abfällt, aufgeworfen. Einer der besten Sprunghügel ist der Holmenkollenbacken bei Kristiania. Neben dem Sprung ist das Schwingen auf Schneeschuhen zu üben, welches besonders in Telemarken gepflegt und als Telemarkschwung bez. Kristianiaschwung bezeichnet wird. Hierbei kommt es darauf an, in voller Fahrt einen kurzen Bogen auszuführen, um unerwartet auftretenden Hindernissen begegnen zu können.
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