Zur Zeit ideale Sichtbarkeit in Europa
Jetzt vor der Sommersonnenwende sind die Beobachtungsmöglichkeiten der ISS nahezu ideal. Am kommenden Wochenende wird die ISS, die zur Zeit mit zwei Mann besetzt ist, bis zu vier mal pro Nacht in 400 Kilometern Höhe über uns hinwegfliegen.
Normalerweise kann man die ISS nur in den frühen Nachtstunden oder vor Sonnenaufgang sehen, wenn es am Boden dunkel, in 400 Kilometern Höhe aber noch oder schon wieder hell ist. Sie fliegt immer von West nach Ost, abends meist in den Erdschatten hinein, morgens aus dem Erdschatten kommend nach Osten.
Im Juni ist es anders. Wir sehen ab sofort bis zum 24. Juni jeden nächtlichen Überflug komplett, weil die Sonne nur niedrig unter dem Horizont steht.
Die ISS ist leicht mit bloßem Auge zu erkennen. Erstbeobachter glauben zunächst ein Flugzeug im Landeanflug zu sehen, aber die Gleichmäßigkeit der Bahngeschwindigkeit macht den Irrtum schnell klar.
Eine Erdumrundung der ISS dauert knapp 100 Minuten. In einer Minute legt sie also 400 Kilometer zurück. Die Sichtbarkeit dauert vom Auftauchen im Westen bis zum Untergang im Osten rund 6 Minuten, während dessen die ISS 2.400 Kilometer zurücklegt. Wenn die ISS im Westen auftaucht, fliegt sie etwa über London, wenn sie im Osten untergeht, ist sie bereits über der Ukraine.

Quelle: www.heavens-above.com
Bei Heavens-Above kann man die genauen Überflugzeiten für praktisch jeden Ort aus einer riesigen Datenbank berechnen und ausdrucken. Probiert es selber aus.
Einige schöne Überflüge für Rüdnitz und die Hauptstadt:
15. Juni 2006 (02:31 bis 02:37)
16. Juni 2006 (01:20 bis 01:25)
16. Juni 2006 (02:55 bis 03:01)
17. Juni 2006 (01:43 bis 01:49)
17. Juni 2006 (03:18 bis 03:24)
18. Juni 2006 (00:31 bis 00:37)
18. Juni 2006 (02:06 bis 02:12)
19. Juni 2006 (00:54 bis 01:00)
[...] Hier noch ein paar schöne sichtbare Überflüge der ISS für Deutschland in den nächsten Tagen: [...]