Hilferuf: Rettet diese Allee! (15)
Die von Vize-Landrat Bockhardt und der Barnimer Kreisverwaltung betriebene unsinnige Alleenvernichtung entlang der Straße von Rüdnitz über Danewitz bis nahe Grüntal scheint bald zu einem Fall für den Landesrechnungshof Brandenburg und die Kontrollinstanzen der Europäischen Union zu werden.
Vor dem Umweltausschuss des Landkreises Barnim erklärte die Kreisverwaltung in dieser Woche, dass es sich bei den 2,5 Millionen Euro, die für den Ausbau der K 6005 veranschlagt sind, um projektbezogene EU-Fördermittel handelt, die noch in diesem Jahr verbaut werden müssten. Mit EU-Mitteln wird hier also die Zerstörung einer erhaltenswerten Brandenburgischen Allee betrieben, um eine 5,6 Kilometer lange Ortsverbindungsstraße nach „Kreisstraßenstandard“ auszubauen.

Ahornallee vor Danewitz, September 2006
Besonders unrühmlich ist bei diesem Allee-Massaker auch die Rolle der gewählten Volksvertreter und Amtsträger in den betroffenen Gemeinden Rüdnitz und Danewitz (Ortsteil von Biesenthal). Sie unternehmen nichts, um Ihre Wähler über das Ausmaß und die „Gründe“ für die Alleenvernichtung zu informieren. Vor einigen Wochen gaben sie noch vor, vom Kreis nicht informiert worden zu sein. Inzwischen muss man ihnen aber Mithilfe zur Verschwendung von Steuergeldern und zur Umweltzerstörung vorwerfen. Die Fraktionsvorsitzende der „regierenden“ Freien Wählerliste Rüdnitz ist selbst beim Landesumweltamt tätig und unternimmt – Nichts! Es ist ein Rätsel, wie die Freie Wählerliste Rüdnitz ihre Untätigkeit in dieser Sache vor der nächsten Kommunalwahl rechtfertigen will. Allein, dass es in Rüdnitz eine Bürgermeisterstraße und eine Ritterstraße gibt, wird wohl nicht mehr ausreichen, dass wiederum ein Bürgermeister Ritter gewählt wird. Selbstherrlichkeit kommt vor dem Fall.
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