Der Februar gilt unter Astronomen auf der Nordhalbkugel als einer der besseren Monate. Noch sind die Nächte lang und dunkel genug für gute Beobachtungen. Oft ist der Himmel auch klar genug, wie gestern abend für die wunderbare Konstellation der schmalen Mondsichel mit der Venus, die nur 2 Grad entfernt war.
Der Orion und das Wintersechseck dominieren immer noch den abendlichen Himmel und bieten viele interessante Beobachtungsobjekte. Nach Einbruch der Dunkelheit steht im Osten bereits der Saturn am Himmel, der am 10. Februar in Oppsition war und damit zu Mitternacht hoch im Süden steht. Schon mit einem preiswerten Teleskop kann man die Saturnringe gut erkennen – immer wieder ein Aha-Erlebnis für erstmalige Sterngucker.
Bis Ende Februar gibt es noch einige schöne abendliche Überflüge der ISS über Deutschland, hier die Zeiten für Rüdnitz (und Berlin):
20. Februar 19:00:32 bis 19:04:10
21. Februar 19:20:50 bis 19:23:47
22. Februar 18:06:13 bis 18:12:02
23. Februar 18:26:27 bis 18:31:43
24. Februar 18:46:39 bis 18:51:17
Die Überflüge erfolgen immer von West nach Ost. Die Venus im Westen kann derzeit gut als Wegmarke dienen.
Die ISS-Crew der Expedition 14, bestehend aus Commander Mike Lopez-Alegria und Michail Tjurin bereitet sich übrigens gerade auf ihren fünften Spacewalk vor, der am 22. Februar stattfinden soll. Das ist ein neuer Rekord für ISS-Crews.
ISS-Überflug am 22. Februar, Grafik: www.heavens-above.com
Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.