Trockenheit in Biesenthal-Barnim

Posted on Samstag 24 Februar 2007

Nach einem Bericht der Berliner Zeitung gehört das Amt Biesenthal-Barnim neben Neuruppin und Belzig zu den drei Kommunen Brandenburgs, die bereits den Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit (außer in Gaststätten) verboten haben. Cottbus will jetzt mit einer alkoholfreien Zone nachziehen.

P.S. Das war mir völlig unbekannt, Herr Kunitz vom Ordnungsamt. Da haben Sie doch ein lohnendes Betätigungsfeld, wenn eines Tages alle Bäume im Amtsbereich gefällt sind.


  1.  
    24.02.2007 | 10:04
     

    Mensch, Kunitz hat doch schon genug mit dem Bereich Hundesteuer und -kot zu tun. Man darf den armen Mann auch nicht überlasten.

  2.  
    24.02.2007 | 12:20
     

    Ich habe deshalb Bedenken, weil hier wieder nur die Symptome, aber nicht die Ursachen bekämpft werden. Warum manche Jugendliche “auf die falsche Bahn” geraten, ist doch zu einem großen Teil im fortschreitenden Sozialabbau und der hohen Arbeitslosigkeit begründet. Die Spaltung der Gesellschaft zwischen Arm und Reich geht unvermindert weiter, ohne das man ernsthafte Bemühungen tätigt, dies so schnell wie möglich zu stoppen. Mich würde es auch frustrieren, wenn ich relativ erfolgreich meinen Schulabschluss absolviert hätte und hier keine Arbeitsstelle bekomme. Soll denn die Region noch weiter entvölkert werden? Das sind doch unhaltbare Zustände, die auf die Dauer nicht gut gehen werden. Hierbei verwundert es mich nicht, dass viele dieser jungen Menschen falschen (politischen) Propheten hinterher laufen.

  3.  
    Hardy B.
    04.05.2007 | 13:06
     

    Als Hundebesitzer und “gerne mal ein Feierabendbiertrinker” fühle ich mich nicht mehr so richtig wohl in Biesenthal. Vielleicht sollte ich immer eine braune Papiertüte dabei haben, da kann man die Bierflasche richtig schön verstecken. Mit den “Hinterlassenschaften” meines Hundes habe ich auch keine Probleme und immer eine Tüte dabei, das sollte auch ohne Verordnung selbstverständlich sein. Ach ja, da den Amerikanern das mit der Tüte eingefallen ist, wie wärs denn, auch hier Staaten wie Alabama als Vorbild zu nehmen und so nette Verbote wie das Küssen in der Öffentlichkeit und das Auffhängen von männlicher neben weiblicher Unterwäsche im Garten zu beschließen? Wie viele Verordnungen, welche die Freiheit des einzelnen einschränken sollen denn noch erlassen werden? Wann formiert sich endlich Widerstand gegen diesen Verordnungswahn? Und wann beginnt man zu begreifen, dass Probleme nur durch Ursachenbekämpfung in den Griff zu bekommen sind!

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