Jethro Tull 2007 in der Zitadelle Spandau

Posted on Freitag 15 Juni 2007

Es gibt sie noch, die handgemachte Rockmusik von Jethro Tull mit ihrem Frontmann Ian Anderson an der Querflöte. Auf der aktuellen Tour, die die Altrocker in den kommenden Tagen noch nach Hannover, Gelsenkirchen, Kiel, Regensburg, Calw und auf die Loreley führt, machten Jethro Tull am vergangenen Sonntag Station in der Spandauer Zitadelle.

Das Konzert brachte eine gute Mischung aus Klassikern und neuen Songs. Ian zitierte genüsslich aus der Diskographie und brachte das Publikum schon zum Kichern, wenn er die 60er und die 70er Revue passieren ließ. Die Fans waren vom Alter her bunt gemischt, es überwogen allerdings die Herren, bei denen das Knie schon am Hinterkopf durchschimmert.

Gut gefallen haben mir die Variationen über Themen von Jay Ass Bak (J. S. Bach) und das immergrüne Aqualung, diesmal als “Stairways to Aqualung” angekündigt. Witzig waren während des Konzertes die vielen Referenzen an Kollegen, die in diesem Sommer noch in Spandau spielen werden. So wurde ein Solo von Martin Barre explizit Ritchie Blackmore gewidmet, der am 1. August 2007 in der Spandauer Zitadelle in den Ring steigt.

Nicht gefallen hat mir die mickrige Lautstärke (den Anwohnern der Zitadelle Spandau geschuldet?), die eines Rockkonzertes unwürdig war. Wir standen gleich weit von der Bühne und vom nächsten Bierstand entfernt – die Bierbude war oft lauter.

Jethro Tull


  1.  
    21.06.2007 | 13:31
     

    Lieber Karl-Heinz,
    wir waren auch drauf und dran zu diesem Konzert zu fahren. Dann haben wir es aber doch gelassen. Denn wir haben die Band vor einigen Jahren im Berliner Tempodrom erlebt. Diese Veranstaltung dort war gut, sowohl vom Einsatz der Band als auch von der Örtlichkeit.
    Die Spandauer Zitadelle wollten wir uns dann doch nicht antun. Vor zwei (?) Jahren waren wir dort bei einem Konzert von Blackmore`s Night. Die Band enttäuschend schwach motiviert und vor allem waren nur Sitzplätze vorhanden; jeder hatte seinen festen Platz. Da kam keinerlei Stimmung auf. Auch die Akustik war nicht gerade berauschend. Für mittelalterliche Spektakel mt kleinen Gruppen ist die Zitadelle vielleicht gar nicht mal schlecht.

  2.  
    21.06.2007 | 14:52
     

    Hallo Andreas, diesmal gab es dagegen nur Stehplätze. Der Veranstaltungsort ist sicher nicht optimal. Das Konzert war gut – die Akustik schlecht. Wie ich gehört habe, gibt es aber inzwischen auch bei anderen Berliner Freilichtbühnen Auflagen, so bei der für mich besten Berliner Freilichtbühne in der Wuhlheide.

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