Bäckerei Franke in Biesenthal und verwirrte Royalisten

Posted on Sonntag 11 Mai 2008

Seitdem die Morgentemperaturen die Zehn-Grad-Marke übersteigen, mache ich mir wieder das Vergnügen, am Wochenende die Frühstücksbrötchen beim Backhaus Franke in Biesenthal zu holen. In unserer im vergangenen Jahr geretteten Allee von Rüdnitz nach Danewitz ist schon um sieben Uhr ein herrliches Vogelkonzert zu hören. Durch die Siedlung Dewinsee und weiter die Kastanienallee entlang radle ich zur B2 und nach Biesenthal.

In diesem Jahr bin ich etwas verwirrt, da es bei Frau Franke nicht nur meine Lieblingsbrötchen, die „Backhausbrötchen“ und „Knusperhopper“ gibt, sondern auch „König-Ludwig-Brötchen“. Dass die Barnimer keine Vorzeigedemokraten sind, kann man bei fast jeder Sitzung des Kreistages sehen. Dass sie jedoch auch als Royalisten nichts taugen, ist mir neu. Der Alte Fritz hätte sich im Grab umgedreht.


  1.  
    11.05.2008 | 21:31
     

    Was ist denn das besondere an den König-Ludwig-Brötchen?
    Werden die vor dem Backen im See ertränkt?

  2.  
    11.05.2008 | 23:48
     

    Ich hab es noch nicht rausbekommen. Vermute aber: Ja, im Wukensee.

  3.  
    Gerd Markmann
    12.05.2008 | 22:34
     

    Vielleicht ist ja der deutsche König Ludwig der Bayer (1314-1347, seit 1328 röm.-dt. Kaiser) gemeint. König Ludwig belehnte nach dem Aussterben der Askanier seinen Sohn (ebenfalls ein Ludwig) im Jahr 1323 mit der Mark Brandenburg, womit der regionale Bezug hergestellt wäre.

  4.  
    12.05.2008 | 23:46
     

    Danke für den Tipp, Gerd. Werde nächsten Sonnabend mal nachfragen, wenn mir Sylvia Franke nicht zuvorkommt und hier kommentiert. (Haben Konditorinnen eigentlich Internet?)

  5.  
    11.06.2008 | 01:11
     

    Das wäre ja schon sehr anspruchsvoll, wenn damit tatsächlich der regionale Bezug hergestellt werden sollte. Denn wem sagt schon König Ludwig der Bayer etwas? Der ist doch asbach.
    Ich denke aber eher, dass der Märchenkönig gemeint ist.
    Bin mal gespannt auf Deine Nachfrage bei der Bäckerin, Karl-Heinz.

  6.  
    Patrick Cloppenburg
    21.08.2008 | 16:05
     

    Als Exil-Rüdnitzer an der schönen Ostseeküste habe bei der hiesigen Bäckerei Dallmeyer ein König Ludwig Brot gefunden. Somit müsste es einen Bezug sowohl zu Brandenburg als auch zu Schleswig Holstein geben…. Alles nur ein Marketing Gag, oder!?

    Beste Grüße von der Küste

    Patrick

  7.  
    22.08.2008 | 09:10
     

    Stimmt, Patrick. Überall in Deutschland König-Ludwig-Brot. Es gibt dafür eine extra Tüte, auf der ist dann auch deutlich beschrieben, dass der Bayernkönig der Namensvetter ist. @Gerd: Nix mit Askaniern. Wir Brandenburger und offenbar auch die Holsteiner taugen nicht mehr zum Royalisten, die Biesenthaler Bäcker schon garnicht.

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